Golf Senioren Gesellschaft e.V.
Wer mit dem Bär tanzt

Wer mit dem Bär tanzt

Zum 35. Länderspiel Belgien wurde in den GC Issum eingeladen. Weder die belgischen Gäste noch gut die Hälfte der GSGler kannten die Region Niederrhein und den austragenden Golfplatz. Der „Fahrplan“ war somit vorgegeben. Das Navi lotste die Teilnehmer nach Issum… Die GSGler wollten Ihren Gästen den nahezu ebenen ,„puppenleichten“ Golfplatz vorstellen und sie mit der Geographie, der Geschichte und den kulinarischen Höhepunkten der Region vertraut machen. Und natürlich wollten die Deutschen als Sieger vom Platz gehen und „mit dem Bär tanzen“. Dazu später…

Auf der Proberunde machten sich die Spieler mit dem Platz vertraut. Auf den ersten 9 Löchern fanden sie einen schönen Parklandkurs mit guten Längen sowie durch Bunker und Wasserhindernisse verteidigte Grüns. Ganz anders die zweiten 9 Löcher. Eher „technische“ bahnen, enge Abschläge und viele Wasserhindernisse. Manchmal war es ratsam den Ball einfach vorzulegen. Bahn 10 beispielsweise, ein Par 3 mit einem nach 3 Seiten ins Wasser abfallenden Grün, verschluckte nahezu die Hälfte der Abschläge. Dafür waren die Fairways, im Gegensatz zu in diesem Sommer überwiegend knochentrockenen Spielbahnen auf den meisten Golfplätzen, auf dem gesamten Issumer Platz mit sattem, grünen Gras bewachsen und hervorragend bespielbar. Wie ist das möglich?

GSG-Mitglied Wolfgang Schäfer klärte über den „Luxus“ seines Heimatplatzes auf: Ewigkeitslasten! Der Golfplatz befindet sich etwa 900 Meter über den westlichen Ausläufern des Steinkohle-Abbaus von Kamp-Lintfort. Ohne permanentes Abpumpen würde die nur 35 Meter über dem Meeresspiegel liegende Region im Wasser versinken. Für den Golfclub Issum bedeutet das: Hochgepumptes Wasser satt, nutzbar für Wasserhindernisse und zur Fairwayberegnung.

Das gut geführte Wellings Parkhotel nahm die Golfgruppe freundlich in die neuen Zimmer auf. Neben den bekannten Gesichtern, die einfach zu dieser Länderspiel-Truppe gehören, konnten doch einige neue Spieler in beiden Teams entdeckt und sorgfältig auf den ersten Wettkampftag vorbereitet werden.

Erster Spieltag: Vierbal-Bestball Matchplay in bekannter Weise – jeweils 3 Punkte für ersten und die zweiten Neun und für das Gesamtergebnis. Mit 14 zu 7 Punkten gingen die GSGler nach Tag 1 in Führung.

Mettbrötchen und Kaltgetränk nach dem Spiel, und schon ging es in drückender Hitze zum kulturellen Programm über: Die Besichtigung von Kloster Kamp, dem Sanssouci des Niederrheins. Friedrich der Große weilte als Kronprinz wiederholt im der auf einem Hügel errichteten ehemaligen Abtei, an deren Rückseite eine große zentrale Treppe in die Gärten führt. Diese diente später als Vorbild von Schloss Sanssouci und seinen Gärten in Potsdam.

Im behaglichen Clubhaus liefen die Vorbereitungen für das Gala- Dinner derweil auf Hochtouren. Da die weltmännischen belgischen Freunde kulinarisch sicher schon manche Köstlichkeit genossen haben, baten wir den jungen kreativen Koch um Leckerbissen aus seinem niederrheinischen Repertoire. Als Apero also kein Champagner, sondern heimisches Alt vom Fass. Danach niederrheinische Spezialitäten mit Matjestatar auf Schwarzbrot, Reibekuchen, Himmel & Äd, und als Nachtisch Grillage Parfait. Dazu köstliche Weine aus Deutschland. Der Küchenchef bereitete alles selbst zu und erklärte mit der Leidenschaft eines Gourmets, was er auf den Tellern arrangiert hatte. Ein schöner Abend, bei dem viele Kontakte gepflegt und neue begonnen wurden

Zweiter Spieltag: Die Einzelspiele wurden in kurzen Abständen auf die Bahn geschickt, um die für den Nachmittag angesagten Regenschauer zu umgehen. Natürlich wurde in den Einzeln um die zu vergebenden 42 Punkte gekämpft. Obgleich alle den Platz vom Vortag bestens kannten, wurde so mancher Fehler wiederholt - einige Bälle wurden, laut Erzählungen, wieder vom Wasser verschluckt. Die zurückkommenden Flights trugen sich, mit gewisser Anspannung beider Mannschaften, in die Ergebnisliste ein. Und so ganz langsam neigte sich die Waage zu Gunsten des deutschen Teams, das am Ende als Sieger hervorging.

2017 wurde für das Länderspiel Belgien zusätzlich zum „ewigen“ Silberteller der „Goldene Bär“ gestiftet, der nach fünfmaligem Gewinn oder nach dreimaligem Gewinn in Folge in den Besitz der Sieger-Mannschaft übergehen soll. Doch in diesem Jahr eine Neuerung: Als Sonderpreis wurde der „Nearest to the Bear“ ausgelobt - ein Sonderpreis für den Spieler, der seinen Ball in Issum an Loch 12 mit dem Abschlag am nächsten zum „Goldenen Bären“ schlug. Eine Weltneuheit? Ausgelobt waren 2 große Tüten Gummibären für den 1., eine Tüte für den 2. Sieger…

Aktueller Stand 2022: Belgien 2 Siege – Deutschland 3 Siege. Nach einer kleinen Stärkung überreichte der belgische Kapitän Christian Frehisse zum Abschied des Freundschaftsspiels den Silberteller, und den nun dem deutschen Team gehörenden Bären, an Kapitän Götz Müller. Der Dank gilt beiden Teams sowie dem Golfclub Issum, der den gepflegten und sportlichen Austragungsort zur Verfügung gestellt hat.

Prof. Dr. Götz Müller

Impressionen

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