Golf Senioren Gesellschaft e.V.

Geschichte der Deutschen Golf Senioren Gesellschaft

Die Wiege der Golf Senioren Gesellschaft Deutschland e.V. stand in Krefeld. Die Initiative für die Gründung einer Vereinigung ging 1956 von - wie sich der dortige Kreis nannte - "Jungen Golfern" aus, die allerdings 50 Jahre alt sein mussten (später wurde das Senioren-Eintrittsalter auf 55 erhöht). Schon damals wurden Golf und Geselligkeit bei den regelmäßigen Treffen gepflegt, so wie nach einem halben Jahrhundert neben dem Sport die Geselligkeit immer noch ein "Markenzeichen" der GSG ist.

Manfred Reindl (seit 2010)

Manfred ReindlSchon ein Jahr vor seiner offiziellen Ernennung zum Präsidenten der GSG hat Manfred Reindl die Arbeiten in der Geschäftsstelle in Ratingen mit begleitet. So erhielt er einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben, die ihn als Präsident erwarten. Manfred Reindl, der sich selbst zu Recht als Team-Player bezeichnet, beweist dies bei allen Verhandlungen und Diskussionen. In seiner beruflichen Karriere beim RWE-Konzern sind ihm diese Fähigkeiten in seiner Position als Personal-Vorstand stets hilfreich zur Seite gestanden.

Sein Slogan: "Persönliche Ansprache, offene Aussprache und der Respekt vor anderen Meinungen sowie die Fähigkeit, zu Lösungen beizutragen sind die beste Grundlage dafür, größere Reibungsverluste zu verhindern." Mit seiner Wahl zum Präsidenten der Golf Senioren Gesellschaft Deutschland e.V. im Jahre 2010 hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Bekanntheitsgrad der GSG zu verbessern bzw. zu vergrößern und zukunftsorientiert steigende Mitgliederzahlen zu schreiben. Manfred Reindl hat ein gut bestelltes Feld übernommen, und er sieht es als seine höchste Aufgabe an, Zeit-Zeichen zu erkennen und im Interesse aller Mitglieder frühzeitig gute Entscheidungen zu treffen.

Jürgen M. Vogel (2000 - 2010)

Jürgen M. VogelEs war für den Nachfolger des Mannes, der wie kein anderer vor ihm die GSG geprägt hatte, nicht leicht, in dessen Fußstapfen zu treten. Aber Jürgen M. Vogel hatte schon als Beisitzer im erweiterten Vorstand der GSG die Zusammenhänge innerhalb der Gesellschaft kennenlernen können. Außerdem hatte er sich in dieser Funktion die ersten Lorbeeren verdient, denn die XIX. Europameisterschaft der Senioren, die im Sommer 2000 mit großem Erfolg in Deutschland ausgetragen wurde, trug in erster Linie seine Handschrift. Dabei kamen ihm, wie natürlich auch in den folgenden Jahren seiner Präsidentschaft, seine Managementkenntnisse in der Industrie zu gute, die er sich vor allem als Geschäftsführer von RWE Tochtergesellschaften und später in gleicher Funktion bei Bau und Betrieb Technologie- und Entwicklungszentren in Essen, Gladbeck und Kalkar erworben hatte. Nur wer einmal den gesamten Veranstaltungskalender der GSG für ein Jahr studiert, wird verstehen, dass Jürgen M. Vogel weniger Zeit auf Golfplätzen als in der Geschäftsstelle in Ratingen verbringen musste. Er kann von Glück sagen, dass ihn dort unter der Leitung von Geschäftsführerin Petra Sippli ein kompetentes Team bei der Bewältigung der vielen anstehenden Aufgaben unterstützt. Länderspiele, Meisterschaften und Auslandsreisen müssen organisiert, Publikationen (u.a. GSG-GOLF) koordiniert und die Mitgliedsbeiträge verwaltet werden. Enorm viel Vorbereitungsarbeit verlangt auch alljährlich der "Kurt-Engländer-Preis", verbunden mit der Jahreshauptversammlung. Dass diese "Mammutveranstaltung" immer nahezu reibungslos abgewickelt wurde, unterstreicht seine engagierte Arbeit. Obgleich die GSG inzwischen rund 1500 Mitglieder hat, ist es Jürgen M. Vogel gelungen, die Gemeinschaft in dem Sinne weiter zu führen, in der sie vor über fünfzig Jahren gegründet wurde - als eine Vereinigung von Freunden.

Mit diesem großen Verdienst beendete Jürgen M. Vogel sein Engagement als Präsident der GSG auf der Hauptversammlung im Jahre 2010. Als Dank und in Anerkennung seiner außergwöhnlichen Leistungen ernannte man ihn zum Ehren-Präsidenten.

Dr. Hans-Edmund Landwers (1983 - 2000)

Dr. Hans-Edmund LandwersUm der Bedeutung von Dr. Landwers für den Sport im Allgemeinen, für Golf, vor allem für die Aktiven über "55", aber auch als Politiker voll gerecht zu werden, müsste man viele Seiten füllen. Hier nur einige Stichworte: Golf faszinierte ihn bereits in seiner Kindheit, denn schon als Schüler nahm er 1935 an deren deutschen Meisterschaften teil. Auch nach dem Studium und Promotion zum Dr. jur. blieb er dem Sport treu, nämlich als Sportdezernent in Düsseldorf. 1976 vertraute ihm die Stadt als Kämmerer ihre Finanzen an, die er bis zu seiner Pensionierung sicher im Griff hatte. Aus "sportpolitischen Gründen" initiierte er zusammen mit seinem Freund Rolf Grolmann 1971 die Gründung des Golfverbandes Nordrhein-Westfalen, weil nur auf diesem Wege Fördermittel für den Leistungssport zu bekommen waren. Auf seine Initiative entstand auch der Bau des ersten öffentlichen Golfplatzes in Deutschland "Auf der Lausward" auf den Rheinwiesen in Düsseldorf. Hier trägt noch eine Pappelallee seinen Namen. Bei dieser Vita ist es sicher auch nicht verwunderlich, dass Hans Edmund Landwers zum Gründerkreis des GC Hubbelrath gehörte, zu dessen Ehrenmitglied er später ernannt wurde. In diesem Club war er auch Vizepräsident. Von größerer Bedeutung war aber seine Tätigkeit als Finanzexperte für den Deutschen Golf Verband, wo er im Ausschuss "Recht und Steuern" mit dafür sorgte, dass die Kasse des DGV korrekt verwaltet wurde.

Als Hans-Edmund Landwers 1983 mit der Leitung der "Golf Senioren Gesellschaft von Deutschland" betraut wurde, vollzog sich zeitgleich in der gesamten Golfbewegung in Deutschland ein Wandel. Überall wurden Golfplätze aus dem Boden gestampft, und die Zahl der Golfer kletterte sprunghaft in die Höhe. Ebenso rasant entwickelte sich auch die GSG. Aus dem kleinen Clübchen der "jungen Golfer" in Krefeld war in weniger als drei Jahrzehnten ein honorabler Verein geworden, bei dem immer noch die Maxime Golf u n d Geselligkeit gepflegt wurde, die immer zahlreicher werdenden Mitglieder aber in vielen Begegnungen auf nationaler und internationaler Ebene bewiesen, dass - zumindest in dieser Sportart - auch Senioren zu beachtlichen Leistungen in der Lage sind. Mit viel Geschick gelang es Hans-Edmund Landwers, den Verein so zu führen, dass die neuen Herausforderungen in sportlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht gemeistert wurden. Seine Empfehlungen für die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft trugen ein gerüttelt Maß dazu bei. Als der Mann, der 17 Jahre lang die Geschicke der GSG geleitet hatte, aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 2000 nicht mehr für den Vorsitz der Gesellschaft kandidierte, votierte die Mitgliederversammlung mit stehenden Ovationen für seine Ernennung zum Ehrenpräsidenten.

Rolf Frowein (1968 - 1983)

Rolf FroweinEs war ganz im Sinne seines Vorgängers, dass Rolf Frowein sich während seiner gesamten Amtszeit mit Liebe und Begeisterung der Intensivierung der Auslandskontakte der deutschen Seniorengolfer widmete. Als er im Mai 1968 in Bad Ems zum Vorsitzenden der GSG gewählt wurde, war auch er Präsident eines Golfclubs (Bergisch Land). Dieses Amt legte er 1978 nieder, um anschließend noch intensiver die Geschicke der Seniorengolfer leiten zu können.

In seiner Amtszeit begann der Boom des Golfsports in Deutschland; damit wuchs auch die Bedeutung der Senioren Gesellschaft. Als Rolf Frowein nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit zurücktrat, ernannte ihn die GSG zu ihrem Ehrenpräsidenten. Eine Ehre, die ihm vorher schon in seinem Club zuteil geworden war.

Professor Dr. Heinrich Nipper (1966 - 1968)

Professor Dr. Heinrich NipperWie Kurt Engländer war auch Heinrich Nipper in Personalunion Präsident eines Golfclubs (Lindau-Bad Schachen) und der Vereinigung der deutschen Seniorengolfer. Während seiner Präsidentschaft befand sich auch das Sekretariat der GSG in Lindau. Er war ein vielseitiger Sportler, aber seine große Liebe galt dem Golf.

Im Sport war er - ebenso wie beruflich als Ordinarius an der Technischen Universität Berlin - sehr erfolgreich. Sein niedrigstes Handicap belief sich immerhin auf - 8. Auf vielen Auslandsreisen, die ihn in alle Richtungen der Windrose führten, lernte er eine Fülle von Golfclubs kennen und pflegte intensiv den Meinungsaustausch mit den Menschen, denen er hier begegnete. Deshalb lagen ihm auch die Auslandskontakte der deutschen Seniorengolfer besonders am Herzen. Es war ihm jedoch nur zwei Jahre vergönnt, die freundschaftlichen Kontakte, vor allem mit unseren Nachbarn, zu intensivieren.

Kurt Engländer (1956 - 1966)

Kurt EnglaenderEinen idealeren Präsidenten hätte die Gesellschaft bei ihrer Gründung nicht finden können. Der 1887 geborene Kurt Engländer kam aus einer erfolgreichen Krefelder Unternehmerfamilie, deren - wie könnte es in Krefeld anders sein - Seidenstoffe weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt waren.

Schon in den 20er Jahren, als er für das väterliche Unternehmen in Thüringen arbeitete, lernte er den Golfsport kennen. Seine Passion für dieses Spiel entdeckte er aber erst nach seiner Rückkehr nach Krefeld. Er gehörte 1930 zu den Gründern des dortigen Clubs, war bis 1945 Vizepräsident und anschließend bis zu seinem Tod im Jahre 1966 Präsident des GC Krefeld. Dank seiner Auslandskontakte lernte er in verschiedenen Ländern bereits bestehende Vereinigungen der Senioren kennen. Die dortigen Erfahrungen und sicher auch seine freundschaftlichen Beziehungen zu dem langjährigen Präsidenten des "Deutschen Golfverbandes", H.O. Krings, waren mit ausschlaggebend für ihn, die Gründung der Golf Senioren Gesellschaft zu übernehmen. Die Umwandlung der Vereinigung in einen eingetragenen Verein erfolgte im Februar 1964.

Wie nicht anders zu erwarten, wurde Kurt Engländer zum Präsidenten gewählt. Schon in der ersten Satzung waren die Ziele des Clubs genau definiert: "Die Gesellschaft will die sportliche und freundschaftliche Verbindung innerhalb und außerhalb der deutschen Golf-Senioren fördern und pflegen. Sie beabsichtigt, innerdeutsche Senioren-Wettspiele auf verschiedenen Plätzen zu veranstalten sowie zwischen deutsche Seniorenteams und ausländischen Teams Turniere durchzuführen." Der von ihm gestiftete und nach ihm benannte "Kurt-Engländer-Preis" ist inzwischen das größte Senioren- bzw. Amateurturnier im Bereich des Deutschen Golf Verbandes. Leider konnte er die erste Ausspielung des Pokals nicht mehr miterleben. Der "Vater" der GSG starb 1966 79jährig auf einer Golfreise in Belgien.